Bündnis 90/DIE GRÜNEN gegen Ansiedlung des Reitervereins am Rande der Bolmke

Hombruch
17.06.2018 – Pressemitteilung

Der Ortsverband Hombruch Bündnis 90/Die Grünen, sowie die grüne Fraktion in der Bezirksvertretung des Stadtbezirks lehnen die angedachte Verlegung des Dortmunder Reitervereins an die Stockumer Straße/Bolmke aufgrund ökologischer und praktischer Erwägungen ab.

„Die Verlegung des Reiterhofs steht im Widerspruch zum Entwurf des neuen Landschaftsplanes", erklärt Susanne Lohse, Fraktionssprecherin der grünen Bezirksvertretungsfraktion. Im Landschaftsplanentwurf ist die vorgesehene Fläche als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und sollte von Bebauung freigehalten werden. Die geplanten Hallen würden eine enorme Flächenversiegelung in diesem Bereich bedeuten und zudem das Landschaftsbild stark verändern, ergänzt sie.

Neben den ökologischen Bedenken erscheint die Fläche auch wenig geeignet für die Nutzung durch einen Reitverein. So fehlen hier beispielsweise Flächen zum Ausreiten. In der angrenzenden Bolmke besteht Reitverbot, dessen Einhaltung dann konsequent zu kontrollieren ist.

Konflikte mit Spaziergänger*innenn, Hundebesitzer*innen und Jogger*innenn wären vorprogrammiert.

„Es besteht keine Möglichkeit für die Reiter*innen das Gelände zu verlassen. Es sollte ein Standort gefunden werden, der den heutigen Anforderungen eines Reitvereins vollumfänglich entspricht“, fordert Susanne Lohse.

„Als weitere versiegelnde Eingriffe in die Natur müssten neue Parkflächen eingerichtet werden“, ergänzt ihre Fraktionskollegin Anne Lotz. „Die in den bisherigen Planungen vorgesehenen Parkräume erscheinen uns unzureichend“.

Neben der normalen Logistik eines Reitvereins mit Tier- und Futtermitteltransporten ist ein hohes Verkehrsaufkommen durch die Besucher*innen des Reiterhofs zu erwarten. Die Anwohner*innen der Stockumer Straße und die Nutzer*innen der anliegenden Kleingartenanlagen werden einer zusätzlichen Verkehrsbelastung ausgesetzt. Eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist über die Stockumer Straße mit Umsteigen gegeben, die Zuwegung zu den neuen Anlagen ist jedoch weit und gerade im Winter sehr dunkel. Somit ist zu erwarten, dass viele auf das Auto ausweichen und es zu Konflikten mit den Mitgliedern der angrenzenden Kleingartenvereine kommt.


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